Vom 1. September bis zum 4. Oktober 2026 findet wieder die ökumenische „Schöpfungszeit“ statt. Wir Dominikaner beteiligen uns seitens der Pfarre heuer mit zwei Gottesdiensten (am 1. & 27. September).

Dienstag, den 1. September 2026: P. Christoph Wekenborg OP feiert um 18.00 Uhr eine besonders gestaltete Abendmesse zum „Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung“.
Sonntag, den 27. September 2026: Wir feiern um 10.00 Uhr den Erntedank-Gottesdienst. Der prächtige Erntedank-Altar, den P. Christoph auch heuer wieder in der Basilika gestaltet, ist in der Folgewoche noch zu sehen.
Hier geht’s zum vollständigen Programm in Wien
(www.schoepfung.at; Website des Vereins zur Förderung kirchlicher Umweltarbeit)
Bewahrung der Schöpfung
Auch heuer findet vom 1. September bis 4. Oktober 2026 wieder die ökumenische „Schöpfungszeit“ statt. Am Ende des Monats begehen wir in S. Maria Rotunda das Erntedankfest.
Schöpfungszeit und Erntedank laden dazu ein, daran zu denken, dass wir Beschenkte sind. Wir haben uns die Schöpfungsgaben nicht selbst gegeben, sondern wir empfangen sie von einem anderen. So heißt es im ersten Schöpfungsbericht des Buches Genesis: „Dann sprach Gott: Siehe, ich gebe euch alles Gewächs auf der ganzen Erde… Euch sollen sie zur Nahrung dienen.“ (Gen 1,29)
Gott übergibt dem Menschen die Früchte der Erde. Er tut dies mit einem dezidierten Auftrag: „Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde, und unterwerft sie, und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!“ (Gen 1,28)
Der Mensch wird von Gott als dessen Stellvertreter eingesetzt. Die Menschen sollen die Erde so bewohnen, dass erkennbar wird, dass sie ein Ebenbild des Schöpfers sind. Es muss also ein Anliegen von uns Menschen sein, die uranfängliche Güte und Fülle der Schöpfung zu bewahren. Wir sind von Gott nicht eingesetzt, um uns gewissenlos an den Schöpfungsgaben zu bedienen.
Die Schöpfungszeit mahnt uns, diesen uranfänglichen Auftrag von Gott nicht zu vergessen. Wir sind nicht die Herren der Schöpfung, sondern nur Stellvertreter! Wir müssen den Willen und Auftrag eines anderen erfüllen, vor dem wir am Ende der Zeiten Rechenschaft ablegen müssen. Die Schöpfung ist uns anvertraut, damit wir so in ihr leben, dass wir durch unser Tun zum Segen für die Schöpfung werden. Denn das ist Gottes Anspruch an uns.
Wir sind nur Gäste in dieser Schöpfung, und Gott ist unser Gastgeber. Er beschenkt uns mit allem, was wir zum Leben brauchen. Das Erntedankfest erinnert uns: In jeder Gabe der Schöpfung leuchtet der Schöpfer selbst auf. Oder anders gesagt: Wir sind eingeladen, dem Geber aller guten Gaben zu danken, dass er uns ins Leben gerufen, und dass er uns so reich bedacht hat.
P. Christoph J. Wekenborg OP, Pfarrer
(Großes Foto oben von Polina Rytova auf Unsplash)
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