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fr. Ján Branislav Mickovic OP

geb. 1976 in Trencín (Slowakei)

bis 1997 Kindheit und frühe Jugend vor allem in der westslowakischen Stadt Trencín.

1997 Eintritt in den Dominikanerorden

1997-1998 Noviziat in Dunajská Lužná (bei Bratislava) nach der Einkleidung und Annahme des Ordensnamens Ján (Johannes der Apostel)

1998-2005 Assignation im Konvent in Košice

1998-2004 Theologiestudium in Košice

2002 Feierliche Profess

2003 Diakonenweihe

2004 Priesterweihe

2004-2006 Pastorale Tätigkeit in mehreren dominikanischen Ordenseinrichtungen und Pfarrgemeinden in der Slowakei und im deutschsprachigen Raum

2006-2010 Assigantion im Konvent in Wien

2006-2012 Promotionsstudium in Wien

2010-2016 Assignation im Konvent in Bratislava

seit 2015 Lehrender an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, mit Schwerpunkt systematische Theologie

seit 2017 Assigantion im Konvent in Wien

 Außer meiner Familie und der Umgebung, in die ich hineingeboren wurde und die mir grundlegend humane und christliche Werte vermittelt hat, prägt mein Leben wesentlich der Dominikanerorden, meine Mitbrüder und Mitschwestern, mit denen ich dieselbe Lebensweise wie auch vergleichbare Sorgen und Träume teile. Dieser Hintergrund hat sicherlich auch mit meinem Vorlieben zu tun und dem, was ich besonders mag: Wien zum Beispiel, wo ich liebevoll aufgenommen wurde und wertvolle Freundschaften geschenkt bekam; es sind außerdem gute Bücher, gute Filme, auch interessante Gespräche, aber auch das Alleinsein. Ich wünsche mir, gerade das Letztgenannte zur Quelle all meiner geistigen und praktischen Aktivität werden zu lassen: meines Betens, meines Denkens, meines Tuns jeglicher Art.

Als Dominikaner bevorzuge ich es wie selbstverständlich, an der Schwelle zu leben. Ich meine jene Schwelle, die weniger trennt, sondern vielmehr verbindet: Sie bringt zur Einheit das Geistige mit dem Weltlichen, oder – um es im Sinne der dominikanischen Tradition auszudrücken – das Kontemplative des Klosterlebens mit der Welt. Lässt sich Gott in der Stille des Klosters oder beim Gottesdienst erfahren, so ist es mir genauso wichtig, ihm in der Unruhe der Welt zu begegnen, in deren Leiden sowie Hoffnungen. Gott so zu erfahren, erachte ich als meine Aufgabe, ob auf pastoraler Ebene oder theologisch reflektierend.

Im Mittelpunkt meines Interesses steht deshalb eine Theologie, die der Andersheit der Welt zugewandt ist und sich nicht scheut, sich auch Sichtweisen aus anderen, philosophischen oder religiösen Weltanschauungen zunutze zu machen. Von daher interessiere ich mich auch für Philosophie, genauer gesagt für deren Reflexion der öffentlichen Prozesse, vor allem aus dem Umkreis der Frankfurter Schule. Und nicht weniger schlägt mein Herz auch für das Judentum, die Mutter der christlichen Religion.