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fr. Gabriel Jordan Theis OP

Geboren wurde ich 1993 in der Nähe von Paderborn im ostwestfälischen Lippe. Meine Familie ist zum einen stark durch den katholischen Glauben geprägt: Meine Eltern stammen aus dem Rheinland und sind in meiner Heimatgemeinde sehr engagiert. Sie haben dafür gesorgt, dass ich nicht nur kirchlich sozialisiert wurde, sondern durch ihr Beispiel und ihre eigene Beschäftigung mit dem Glauben auch mich dazu bewegt, mich mit religiösen Fragen auseinanderzusetzen.

So war auch die Frage nach einer Berufung zum Priestertum immer präsent, wenn auch in der Schulzeit eher entfernt. Zum anderen haben meine Eltern meinen beiden Brüdern und mir eine große Liebe zur Musik vererbt, die mich gleichfalls bis heute prägt.

Nach dem Abitur 2011 absolvierte ich einen einjährigen Freiwilligendienst in der Jerusalemer Dormitio-Abtei. Dort erlebte ich zum einen erstmals intensiver die katholische Ordenswelt, in diesem Fall in ihrer benediktinischen Ausprägung. Bereits in Jerusalem stellte sich damit auch wieder konkreter die Frage nach einer Berufung, nun konkreter zum Ordensleben. Zum anderen habe ich dort aber auch die Entscheidung gefasst, mich vor weiteren Schritten auf dem Berufungsweg zunächst auch intellektuell mit meinem Glauben zu beschäftigen. Zu diesem Zweck begann ich 2012 mit dem Theologiestudium in Wien.

Durch persönliche Kontakte über die Katholische Hochschulgemeinde traf ich dann recht bald auf Dominikaner. Zu dieser Zeit war ich noch immer auf der Suche nach einer Ordensgemeinschaft.

Der Predigerorden erschien mir wohl deshalb attraktiv, weil sich in ihm verschiedene Elemente verbinden lassen, die mir nach wie vor wichtig sind: Erstens das Leben in klösterlicher Gemeinschaft und mit einer gewissen Struktur. Zweitens die Wertschätzung intellektueller Fragen und des Studiums als Suche nach der Wahrheit (wie es auch unser Ordensmotto „veritas“ ausdrückt). Drittens die Ausrichtung nach außen, d.h. nicht nur auf das eigene Heil, sondern das meiner Mitmenschen, seien sie gläubig oder nicht.

Nach und nach habe ich daher den Kontakt zum Wiener Konvent intensiviert, auch mehrmals einige Tage hier mit gelebt und in geistlicher Begleitung meine Entscheidung reflektiert. 2015, nach drei Jahren Studium, trat ich dann in den Orden ein. Nach dem Noviziat in Worms habe ich mit vier Mitbrüdern im März 2017 die Einfache Profess abgelegt und lebe nun wieder in meiner Wahlheimat Wien.